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ÜWAG: Federführung beim Vogelschutz

Aktiver Vogelschutz-
Sicherer Flugbetrieb für Storch und Milan

Mäusebussard hellEine wichtige Vereinbarung zum Vogelschutz haben bei der ÜWAG Netz GmbH jetzt die hessischen Freileitungsbetreiber mit den Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz vorbereitet. Die Netzbetreiber Verpflichten sich, die Masten ihrer Mittelspannungsfreileitungen in unserem Bundesland so umzurüsten, dass sie sicherer werden für Großvögel wie Storch, Uhu und Milan werden.Das mehrstufige Programm war in Kooperation mit der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland erarbeitet worden.



Jetzt
gelang es unter Federführung der ÜWAG Netz GmbH Fulda, eine Vereinbarung über das abgestimmte Vorgehen aller deutschen Energieversorgungs- unternehmen beim Vogelschutz im Freileitungsnetz vorzubereiten.
Traditionell legt der Netzbetrieb der ÜWAG großen Augenmerk auf den Vogelschutz. Für die Sicherheit der Vogelwelt zwischen Rhön und Vogelsberg wurden im Freileitungsnetz Greifvogel-Sitzstangen montiert, spannungsführende Teile mit isolierendem Material abgeschrumpft und Freileitungsanlagen vogelgerecht umgebaut.

Wir vom NABU-Kreisverband Fulda e.V. sind über diese Maßnahmen froh, und wollen mit der ÜWAG weiterhin in guter Verbindung bleiben.

"Quelle: StarkStrom 1/07 und 3/07 - Das Magazin der ÜWAG-Gruppe

Tod am Überlandkabel

Mittelspannungsmasten besonders gefährlich für große Vögel

Von Walter Schmidt

Seit 2002 verlangt das Bundesnaturschutzgesetz von den Stromnetzbetreibern
den Neubau ungefährlicher und den Umbau riskanter Masten bis 2012. Nachdem
die Hälfte der Übergangsfrist vergangen ist, beklagen Vogelschützer die
schleppende Umsetzung durch die Industrie.


Ein Uhu klebt todsicher. Zumindest, wenn die nachts jagende Eule den fatalen
Fehler begeht, sich an der falschen Stelle auf einem Mittelspannungsmast
niederzulassen. Die Spannung von 6 bis 36 Kilovolt ist tödlich. Verkrampft
bleiben die gefiederten Stromopfer auf den Masten zurück.

Besonders riskant für Greifvögel, Störche, Rabenkrähen oder andere Vögel mit
größerer Spannweite sind Mittelspannungsmasten aus stromleitenden
Materialien wie Stahl dann, wenn die zapfenartigen Isolatoren am Mast
aufrecht statt hängend angebracht sind oder die Schwingen der Vögel den
Abstand zwischen benachbarten Leitungsseilen überbrücken können.

Eigentlich könnte das Stromtod-Problem längst aus der Vogelwelt sein.
Bereits 1986 und 1991 haben Naturschutzverbände und das
Bundesumweltministerium (BMU) mit der Vereinigung Deutscher
Elektrizitätswerke (VDEW) Vereinbarungen getroffen, in der sich die
Stromunternehmen verpflichtet haben, Masten zügig umzurüsten, die großen
Vögeln gefährlich werden können - am vordringlichsten solche nahe von
Brutplätzen.

Tatsächlich gilt für neue Masten nach einer Industrie-Norm aus den 80er
Jahren, >dass die Querträger, Isolatorstützen und sonstige Bauteile der
Starkstrom-Freileitungen so auszubilden sind, dass den Vögeln keine
Sitzgelegenheit in gefahrbringender Nähe der unter Spannung stehenden Leiter
gegeben wird<.

Bedrohlich bleiben die vielen alten Masten. Seit 2002 schreibt das
Bundesnaturschutzgesetz deshalb vor, auch bestehende Leitungsträger mit
Gefahrenpotenzial umzubauen, und zwar >innerhalb von zehn Jahren<, also bis
2012. Kontrollieren müssen das die für Naturschutz zuständigen
Landesumweltministerien.

Nachdem jetzt die Übergangsfrist zur Hälfte verstrichen ist, bemängeln
Vogelschützer, die Umrüstung bedrohlicher Masten gehe >nur schleppend<
voran. Immer noch stürben in Deutschland jährlich >Tausende Vögel< an
ungesicherten Mittelspannungsmasten, klagen die Gesellschaft zur Erhaltung
der Eulen (EGE) und der Naturschutzbund NABU. Dieter Haas von der
NABU-Arbeitsgemeinschaft >Stromtod< spricht sogar von >vielen Zehntausenden
Vögeln< und fügt hinzu: >Die genaue Zahl ist nicht so wichtig wie die
Tatsache, dass es meist besonders große und besonders gefährdete Arten
sind.< Eine belastbare Zahl der Opfer ist kaum zu ermitteln. >Auch das
Ablaufen der Masten zweimal pro Woche ist keine sichere Methode, da viele
tote Vögel von Beutegreifern weggeschleppt werden<, fügt Markus Nipkow vom
NABU hinzu.

Den Landesregierungen werfen die Vogelschützer ein zu geringes Interesse
sowie Informationsdefizite vor: >Die wenigsten Bundesländer haben auch nur
eine annähernde Vorstellung von der Zahl der in ihrem Territorium noch zu
entschärfenden Mittelspannungsmasten<, heißt es in einer Erklärung der EGE.
Lediglich in Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz seien die Kenntnisse der Ämter
vergleichsweise gut.

Deutschlandweit müsse >noch mindestens mit 350 000 gefährlichen Masten
gerechnet werden< - vor allem in den Flächenländern. Die Zahl gründet sich
auf offiziellen Angaben für Teilgebiete Thüringens, die auf das Bundesgebiet
hochgerechnet wurden. Von einigen Hunderttausend ist auch beim Verband der
Netzbetreiber (VDN) in Berlin die Rede. >Eine genaue Anzahl von betroffenen
Masten in der Mittelspannung ist uns nicht bekannt<, teilt Verbandssprecher
Frank Brachvogel mit. >Der VDN geht davon aus, dass die Nachrüstung der
relevanten Masten bis 2012 abgeschlossen sein wird<.

Allerdings sind die Stromerzeuger bisher unterschiedlich weit vorangekommen.
Obendrein ist man sich nicht einig darüber, was >relevante<, also für Vögel
gefährliche Masten sind. Seinen Mitgliedern hat der Fachverband empfohlen,
Mittelspannungsleitungen in oder nahe von Vogel- oder Naturschutzgebieten
bevorzugt umzurüsten; außerdem solche, an denen Vögel bereits Stromschlägen
zum Opfer gefallen sind. Erst dann - aber ebenfalls bis 2012 - sollten alle
anderen Risiko-Masten folgen.

Obwohl das Bundesnaturschutzgesetz eindeutig die Netzbetreiber in die
Pflicht nehme, dürfe sich auch die Politik >nicht aus ihrer Verantwortung
stehlen<, findet NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der EGE-Vorsitzende Stefan
Brücher fordert außerdem eine >Erfolgskontrolle<. Es reiche nicht aus, wenn
sich Naturschutzbehörden >auf das bloße Entgegennehmen von Meldungen über
Stromopfer und die Weitergabe an die Stromwirtschaft< beschränkten.





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