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Arbeitsgemeinschaft Wespenberatung des NABU-Kreisverbandes Fulda e.V.

Feldwespe

Hornissen ? Wespen ? Bienen ? Hummeln

Auf Initiative des NABU-Kreisverbandes entstand 2004 in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Fulda eine Arbeitsgemeinschaft "Wespenberatung". In dieser Arbeitsgemeinschaft arbeiten ehrenamtlich Imker, Feuerwehrleute o.a. am Schutz der Natur interessierte  Personen.

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft übernahmen die Aufgabe, Mitbürger vor Ort in Konfliktfällen mit Hornissen, Hummeln und Wildbienen im Sinne des Artenschutzes zu beraten.

 

Durch die Beratung soll erreicht werden:
·       mehr Wissen und Toleranz gegenüber dieser Tiergruppe
·       durch Anleitung zu vernünftigem Verhalten  die Duldung von Nestern zu bewirken und
        durch Aufklärung den Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln verringern helfen.

 

Gegebenenfalls leiten die Wespenberater unter strikter Beachtung der Bestimmungen der Naturschutzgesetze Maßnahmen wie Umsiedlung oder Entfernung von Wespennestern ein, die nur von Beauftragten der Unteren Naturschutzbehörde durchgeführt werden dürfen.

 

Die Arbeitsgemeinschaft trifft sich jährlich zweimal zu Aussprache bzw. Weiterbildung.

Weitere Mitarbeiter werden in fast allen Gemeinden des Kreises dringend gesucht!
Als Ansprechpartner stehen zur Verfügung:
Karl Graeser, Lerchenweg 4, 36093 Künzell, 0661/9339298
Martin Rieser, Adelberostr. 4, 36100 Petersberg, 0661 63633
Bernhard Kastilan, Wallweg 2, 36145 Hofbieber,06657/7008

Die Hornisse sie ist friedlicher als ihr Ruf. Unser größtes Staaten bildendes Insekt

Hornissen sind die größten Faltenwespen. Hornissenköniginnen haben eine Körperlänge von 25 bis 35 mm, die Arbeiterinnen von 18 bis 25 mm.

Nach Überwinterung fliegen die Königinnen etwa ab Mai. Ein bis zwei Wochen nach dem Erscheinen suchen sie geeignete Nistplätze. Da natürliche Baumhöhlen selten geworden sind, nehmen die Königinnen häufig auch Ersatzhöhlen im menschlichen Siedlungsbereich an. Hohlräume wie Dachböden, Rollladenkästen und Nistkästen werden für den Nestbau benutzt.

Als Baumaterial verwendet die Königin morsches Holz, das sie mit Speichel vermengt. Sie stellt daraus eine ockergelbe Papiermasse her. Die Königin heftet zunächst einen kleinen Stiel an die Decke der Nisthöhle. An diesen Stiel baut sie eine horizontale Wabe mit nach unten offenen Zellen. In die exakt sechseckigen, nahtlos  aneinander gefügten  Zellen legt sie je ein Ei. Nachdem die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind, fliegt die Königin nun nicht mehr aus. Sie legt nur noch Eier.

Die Aufgaben im Außendienst werden künftig von den Arbeiterinnen übernommen. Sie versorgen die Brut mit tierischem Eiweiß. Zum Beutespektrum zählen Raupen, Spinnen, Wespen, Wild- und Honigbienen, alle Arten von Fliegen, größere Insekten wie das grüne Heupferd und Großlibellen sowie viele Arten von Forstschädlingen. Ein starkes Hornissenvolk verfüttert pro Tag 500 Gramm Insekten. Dies entspricht etwa dem Tagespensum von fünf bis sechs Meisenfamilien. Selbst nachts gehen die Hornissen auf Jagd und fangen dämmerungs- und nachtaktive Insekten. Hornissen sind für die ?Schädlingsbekämpfung? wichtig und müssen daher geschützt werden.

Je nach Wetterbedingungen löst sich der Staat zwischen Ende September und Mitte November allmählich auf. Das Nest wird verlassen. Es wird von Hornissen nie wieder bezogen.

Der größte Feind der Hornissen ist ihr schlechter Ruf. Nur wenig bekannt ist, dass Hornissen in Wirklichkeit erstaunlich friedfertige Tiere sind. Sie greifen nicht grundlos an, sondern verteidigen Nest und Brut nur gegen tatsächliche oder vermeintliche Angriffe. In unmittelbarem Nestbereich sollte vorsichtshalber ein Abstand von ca. 4 Metern eingehalten werden.  Störungen wie heftige Bewegungen, längeres Verstellen der Flugbahn, Erschütterungen des Nestes und Anatmen der Tiere sollten vermieden werden 

AckerhummelFoto: NABU/Harry Abraham
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Stich einer Hornisse nicht giftiger ist als der einer Wespe oder Biene! Sollte ein Nest in einem Bereich gebaut worden sein, wo Gefahr für Kinder oder Allergiker bestehen könnte, so kann nach Beratung und Abwägung aller Kriterien eine Umsiedlung erfolgen. Rollladenkästen sind keine geeigneten Nistquartiere für Hornissen! Wegen der zu erwartenden Belästigungen ist es ratsam, so früh wie möglich Informationen bei den örtlichen Wespenberatern einzuholen.

 

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz stehen Hornissen unter "besonderem Schutz". Sie dürfen nicht getötet werden. Nur in Ausnahmefällen können sie mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde von ausgebildeten Fachleuten beseitigt werden. Auch Imker oder Feuerwehrleute benötigen eine solche Genehmigung.

 

Für Information und Beratung wenden Sie sich an die örtliche Wespenberatung oder an die Untere Naturschutzbehörde der Stadt oder des Landkreises Fulda.

 

 

 

 

 

 

 


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